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Bläserklassen bringen neue Talente hervor

07.01.2011

- aus: MOZ: Steffen Göttmann

Bad Freienwalde (moz) Die Musiker des Bad Freienwalder Jugendorchesters waren 2010 so jung wie schon lange nicht mehr. Sechs Mitglieder hatten im Sommer nach dem Abitur das Ensemble verlassen. Die Reihen wurden mit Siebt- bis Neuntklässlern gefüllt. Trotzdem heimste der Klangkörper Erfolge ein.

„Wir haben erstmals Zuwachs aus den Bläserklassen in Falkenberg und Neuenhagen“, sagt Susanne Mette, Vorsitzende des Fördervereins Jugendorchester. „Wir wollen versuchen, Nachwuchsarbeit aufzubauen.“ Dabei erhält das Jugendorchester breite Unterstützung. In Falkenberg trägt der Förderverein der Schule die Bläserklasse, an der Insel-Grundschule finanziert der Landesverband der Musikschulen die Ausbildung. Das Jugendorchester sei jedoch bemüht, Talente über verschiedene Wege heranzuziehen. Auch beim Tag der offenen Tür der Musikschule werde für das Orchester geworben, so Susanne Mette.

Als Höhepunkt des vergangenen Jahres bewertet die Vorsitzende des Fördervereins die Teilnahme an den Feierlichkeiten 20 Jahre Städtepartnerschaft in Bad Pyrmont. „Wir waren von Beginn an dabei und haben die Städtepartnerschaft mitgestaltet“, erzählt Susanne Mette. Das Jugendorchester habe in Bad Pyrmont schon ein Stammpublikum. Auch in Anzio, Bad Pyrmonts italienischer Partnerstadt, sei das Jugendorchester mehrfach aufgetreten.

Trotz seiner jungen Mitglieder hat das Jugendorchester zum 15. Mal den Wettbewerb zu den Blasmusiktagen in Angermünde gewonnen, sagt die Fördervereinsvorsitzende stolz und betont, dass die Mitglieder der Jury stets wechseln. Dabei wollten die Bad Freienwalder zuerst gar nicht hinfahren.

Das Mitternachtskonzert ging erstmals auf der alten Köhlerei über die Bühne. „Das ist immer ein großer logistischer Aufwand“, sagt Susanne Mette. Deshalb sie froh darüber, in den Stephanus-Werkstätten als Veranstalter, im Verein zur Förderung von Beschäftigung und Qualifizierung (VFBQ) und in der Barnimer Busgesellschaft Partner gefunden zu haben. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WoBaGe) sei als Sponsor für die Stadt eingetreten „Unser großer Dank gilt den Eltern“, so die Vereinsvorsitzende. Denn die Hälfte der rund 40 Orchestermitglieder kommen aus den Höhendörfern und müssen von den Eltern gefahren werden. Die andere Hälfte bestreiten die Freienwalder. Aus Wriezen und den Oderbruchdörfern sei das Interesse gering. Wegen des Ganztagsunterricht haben viele Schüler keine Zeit mehr zur Probe zu kommen.

Die Abschlussfahrt des Schuljahres führte das Orchester nach Nordfrankreich. Am Mont-St.-Michel, in St. Malo und in Cancale gab das Orchester drei Konzerte. Nach den Sommerferien organisierte der Förderverein ein Probenlager in einem umgebauten Bauernhof in Groß Pinnow (Uckermark), damit das neu formierte Orchester gut zusammenwächst. Das Jahr beschloss der Klangkörper mit Adventskonzerten in Freienwalde und Wriezen mit dem Handwerkermännerchor und dem Chor des Kurstadt-Gymnasiums.

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